Die Idee

Die Rehabilitation körperbehinderter Menschen ist Ziel der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin. Als sich zu Beginn der 90er Jahre abzeichnete, dass die Erträge des Stiftungsvermögens eine größere Investition rechtfertigten, beschloss man, auf die positiven Erfahrungen zurückzugreifen, die man mit dem 1972 errichteten behindertengerechten Gästehaus Bad Bevensen in der Lüneburger Heide gemacht hatte.
 
HausRheinsberg als Aquarellzeichnung aus der Vogelperspektive
 
Ein weiteres Gästehaus für körperbehinderte Menschen sollte entstehen, das die Besonderheiten einer behindertengerechten Einrichtung mit dem Komfort eines modernen Ferienhotels verbindet.

Unter dem Eindruck des Falls der Mauer war die Entscheidung von Geschäftsführung und Kuratorium, die Investition in den neuen Bundesländern, vorzugsweise in Brandenburg, zu tätigen. Eine Projektgruppe der Stiftung überprüfte eine Reihe denkbarer Standorte mit dem Ergebnis einer Empfehlung für Rheinsberg, wo ein Seegrundstück zum Kauf stand. Mit einem Areal von 14.000 m2 war das Grundstück etwas kleiner als angestrebt, die Lage und die Attraktivität des Ortes gaben jedoch den Ausschlag. Für die Errichtung und den Betrieb des Hotels wurde die HausRheinsberg gGmbH gegründet.
 
Nach den Direktiven des Natur- und Denkmalschutzes und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, die eine möglichst niedrige, gestaffelte Baulichkeit vorgaben, um nicht mit dem benachbarten historischen Schloss in Konkurrenz zu treten, entwarf das Münchner Architekturbüro Sommersberger eine gegliederte Hotelanlage mit drei Gästehäusern und einem Zentralgebäude. In diesem befinden sich Gemeinschaftsräume wie Restaurant, Seminarräume, Schwimmbad, Fitnesscenter, Kegelbahn sowie eine große Mehrzweckhalle, die »Seehalle«. Der ebenfalls in München beheimatete Architekt Stephan Wildgruber führte die Ausgestaltung des Entwurfs in Zusammenarbeit mit dem versierten Berliner Architekturbüro Dr. Pawlik fort, das die Gesamtverantwortung, die Ausführungsplanung und die Bauleitung übernahm.

Mit einer Investition von rund 60 Millionen DM, zu der die Investitionsbank des Landes Brandenburg einen Zuschuss von 7,5 Millionen DM gewährte, wurde ein durchgängig behindertengerechtes Ferienhotel für körperbehinderte Gäste mit 108 Gästezimmern und gut 150 Betten errichtet.

HausRheinsberg bietet dem behinderten Gast individuelle Erholung mit anspruchsvollen Freizeitprogrammen, die »Körper und Seele« fordern.
 

 

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