
Peter Dreher
1932 geboren in Mannheim
1950 – 1956 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei Karl Hubbuch, Wilhelm Schnarrenberger und Erich Heckel
1958 Kunstpreis der Jugend
1965 Rom-Preis, Villa Massimo
Leiter der Malklasse an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Außenstelle Freiburg
1968 Ernennung zum Professor
1976 Reinhold-Schneider-Kulturpreis der Stadt Freiburg
1979 Hans-Thoma-Preis, Staatspreis des Landes Baden-Württemberg
1995 Erich-Heckel-Preis des Künstlerbundes Baden-Württemberg
2000 Bundesverdienstkreuz
Professor Peter Dreher lebt und arbeitet in St. Märgen und Freiburg.
Werke im privaten und öffentlichen Besitz.

1972 entstand ein erstes einzelnes Bild vom Glas. Seit 1974 entstehen jedes Jahr mindestens 50 Bilder, die ein leeres Wasserglas auf weißer Tischfläche vor weißem Hintergrund zeigen. Das gemalte Glas ist in natürlicher Größe im Bild. Die äußeren Verhältnisse, wie Beleuchtung, Entfernungen, Bildformat bleiben unverändert.
Peter Dreher

Am 10. Juli 2008 eröffnete Herr Wolfgang Schrödter, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck Stiftung zu Berlin, die Ausstellung „Tag um Tag guter Tag" mit Bildern von Professor Peter Dreher im Foyer der Seehalle HausRheinsberg. Er begrüßte die anwesenden Gäste auf das Herzlichste, besonders Graf Victor, Sohn des Kuratoriumsmitgliedes Graf Guido Henckel von Donnersmarck, der momentan ein Praktikum in der Fürst Donnersmarck Stiftung und deren Tochtergesellschaften absolviert.

In Ihrer Laudatio sprach Frau Astrid Volpert über die Entstehung und Entwicklung dieser eindrucksvollen Bilderserie, in der stets dasselbe Glas auf weißem Tisch vor weißem Hintergrund in gleicher Position und Blickrichtung abgebildet ist. Von Weitem betrachtet, setzt sich eine schier endlos scheinende Kette von 99 gleichen Bildern an den Wänden des Foyers zur Seehalle fort, die jedoch bei näherem Betrachten in vielfältigen Nuancen variieren.

Sie sprach:
"Das Null-Bild stammt aus dem Jahr 1972; 74 ging’s richtig los. Seither sind es rund 5000 Stück in Serie und nummeriert (hier finden wir 99 Beispiele im Zahlenraum 1300 bis 2100).
Peter Drehers gläserne Bilder sind Bekenntnisse zum Stillleben, einer traditionellen Gattung, so alt wie die Malerei selbst. Sie sind aber durch ihre konsequente serielle Entstehung auch der Konzeptkunst zugehörig. Es handelt sich um stille, völlig unspektakuläre, subtile Zeugnisse seiner Disputationen mit der Natur, der Gesellschaft und mit dem eigenen Ich. Eine Spiegelung von Impulsen, Antworten, Tönen, die Wiederholungen, Beiläufigkeiten, Zwangsläufigkeiten. Es geht dabei vom gewölbten Grund nach oben, Lichtdurchflutungen und Schattenwürfe wechseln die Position im räumlich geformten Gegenstand mit offenem Ausblick. Es gibt keine Auflösungserscheinungen, sondern die gebaute Daseinsform. Am Ende der gläsernen Vertikale steht, wie einer der vielen guten Moderatoren seiner Malkunst es geschrieben hat: die 'beständige Form von Zeitlosigkeit'. "

Frau Volpert würdigte das Schaffen des Künstlers, der bereits in jungen Jahren als Dozent in der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Freiburg eine Malklasse anleitete, und bald darauf zum Professor ernannt wurde. Aus seiner Malklasse gingen viele eigenwillige Künstler wie Anselm Kiefer, Ralph Fleck, Friedemann Hahn und auch Aiga Müller hervor, die zusammen mit Frau Mory diese Ausstellung organisierte.

Für die musikalische Umrahmung sorgte Dirk Lüking mit seinem Kontrabass. Seine Darbietungen begeisterten die Anwesenden dermaßen, dass er nach anhaltendem Beifall sich zu einer Zugabe aus dem Stehgreif hinreisen ließ.


Mit leckeren Häppchen, Getränken und angeregten Gesprächen zwischen den geladenen Gästen, Künstlern und den Hotelgästen klang der Abend aus.
Wiederum ein guter Tag…


Einladungskarte zur Vernissage am 10.07.2008










